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Nebula Capsule Max getestet

Der portable Beamer im Dosenformat für laue Sommernächte kann auch als Bluetooth-Box verwendet werden

Die lauen Sommernächte neigen sich dem Ende entgegen. Es wird eher dunkel. Zeit, sich ein paar Decken zu schnappen, den Nebula Capsule Max Beamer auszupacken und auf der Terrasse ausgiebig zu testen.

Allgemeine Angaben zum Beamer

Der Nebula Capsule Max Mini-Beamer ist mit 8x8x15 cm kaum größer als eine Getränkedose. Mit einem Gewicht von 726g ist er sehr portabel und kann auch mal eben in einem Rucksack transportiert werden. Warum ein solches Gerät mit Android TV und nicht mit Android 8.1 läuft, ist fraglich. Er bietet aber auch mit Android 8.1 durch die vorinstallierten Amazon Prime Video, Netflix und Youtube Apps perfekte Möglichkeiten, ihn im Heimkino oder Outdoor zu nutzen.

Dabei muss der Beamer nicht mal dauerhaft am Strom hängen, denn er besitzt einen 9700 mAh Akku, mit dem er knappe 4 Stunden kabellosen Filmspaß verspricht.

Nebula Capsule Max Der Nebula Capsule Max bei Amazon
Preis (UVP) 499€ (UVP)
Maße 8x8x15 cm (Beamer)
15x4x1 cm (Fernbedienung)
Gewicht 737 g
Betriebssystem Android 8.1
Farbe schwarz
Helligkeit 200 ANSI Lumen
Bildauflösung 1280 x 720 bei 60 FPS
Batterie 9,700 mAh
Lautsprecher 8 Watt
Laufzeit 1,5h (Standard-Modus bei 200 Lumen)
3,5 – 4h (Akku-Modus bei 100 Lumen)
> 24h (Bluetooth-Speaker-Modus)
Ladezeit 2,5h
Screen-Mirroring Apple Airplay, Miracast
Lautstärke < 30dB (Lüfter)
Bildformat 40 Zoll bei 1,15 m Entfernung
60 Zoll bei 1,73m Entfernung

80 Zoll bei 2,46m Entfernung
100 Zoll bei 3,08m Entfernung
Trapezkorrektur Automatisch (vertikal ±40°)
Manuell (horizontal ±40°)
Leistungsdaten CPU: Octa-Core A53 Chipset
GPU: AdrenoTM 506
RAM: 2GB DDR3
Interner Speicher: 16GB eMMC
WLAN: 802.11b/g/n/ac (2.4/5GHz)
Bluetooth BT4.2 Dualmodus/A2DP
Anschlüsse HDMI 1.4
USB-A
AUX
DC-IN (15V/3A)

Unboxing: Ausgepackt und ausprobiert

Der Nebula Capsule Max Beamer kommt in stylischem Schwarz daher und erinnert optisch an einen Amazon Echo oder auch an einen Apple Mac Pro. Im Größenvergleich entspricht er in etwa einem Amazon Echo der 2. Generation und ist nur geringfügig größer als eine Getränkedose.

Mit im Paket liegt das 15V/3A-Netzteil und eine Fernbedienung.

Technischer Überblick

Der Akku ist mit 9700 mAh ordentlich dimensioniert. Hier hat man bei Anker aus dem gleichen Hause auch bereits genügend Erfahrungen gesammelt. Im Akkumodus hält der Mini-Beamer damit knappe 4 Stunden durch, jedoch bei reduzierten 100 Lumen. Für den Outdoor-Betrieb am hellichten Tage eignet sich das Ganze leider weniger. Abends bei einer lauen Sommernacht ist der Beamer jedoch prima, um mit Freunden Outdoor eine Runde Mario Kart zu spielen oder Fußball zu gucken.

Auf der Vorderseite befindet sich die Linse samt Sensor für den Autofocus. Leider gibt es keine Möglichkeit, die Linse zu schützen. Wenn man ihn also mal eben im Rucksack lagern möchte, sollte man vorsichtig sein oder eine passende Hülle verwenden.

Der 8 Watt Lautsprecher bietet 360 Grad Sound und reicht für einen gemütlichen Outdoor-Kinoabend perfekt aus.

Auf der Rückseite befinden neben der Power-Taste ein Lichtsensor und eine Taste zum Aktivieren des Bluetooth-Speaker-Modus. Mit der Power-Taste kann man den Standby-Modus aktivieren oder den Beamer komplett ausschalten. Der Lichtsensor hilft bei der automatischen Helligkeitsregelung. Auf der Oberseite befinden sich ein beleuchtetes 4-Wege Steuerkreuz mit Bestätigungs-Taste in der Mitte, die Lautstärkeregelung und eine Zurück-Taste, um auch navigieren zu können, wenn man gerade keine Fernbedienung oder Smartphone mit Nebula Connect App zur Hand hat.

Ein HDMI 1.4 Anschluss befindet sich ebenso auf der Rückseite wie ein USB-A Slot, ein Klinkenstecker-Anschluss und der Anschluss für das Ladekabel.

Leider griff man beim Ladekabel nicht zu einer Variante mit USB-C oder zumindest Micro-USB-Kabel, sondern zu einem Netzteil mit 15V/3A-Ladestecker. Dabei wäre das Ganze doch prädestiniert für den Anschluss einer PowerBank gewesen. Vielleicht macht Nebula das ja bei einem Nachfolgemodell besser.

An der Unterseite befindet sich ein ¼ Zoll Stativgewinde, um den Beamer auf einem herkömmlichen Stativ oder an einer Mini-Beamer-Halterung anbringen zu können. Die Unterseite ist mit einem rutschmindernden Gummi ausgestattet, damit er einen festen Stand hat.

Die Fernbedienung

Die Fernbedienung des Nebula Capsule Max ist nur einen Zentimeter dick, 4 cm breit und 15 cm lang und wird mit 2 Knopfzellen-Batterien betrieben. Sie ähnelt einer modernen TV-Fernbedienung oder auch der Fernbedienung eines Amazon Fire TVs. Neben einem 4-Wege-Steuerkreuz samt “OK”-Knopf befindet sich noch 2 Buttons zur Lautstärke-Regelung, ein Home-Button, ein Menü-Button, ein Zurück-Button und ein Maus-Button auf der Fernbedienung. Mit dem zuletzt genannten Button lässt sich ein Mauszeiger auf dem Bild bewegen, um genauere Eingaben tätigen zu können und bestimmte Elemente auswählen zu können. Dies ist in einigen Apps und auch im Browser nötig, da die automatische Selektierung hier gelegentlich nicht greift.

Die App

Die für iOS und Android erhältlichen Nebula Connect App fungiert als Ersatz für die Fernbedienung. Nach erfolgreicher Koppelung mit dem Beamer lässt sich via Touchscreen der Mauszeiger gezielter bewegen und Text-Eingaben können über die Smartphone-Tastatur getätigt werden. Eine tolle Ergänzung gerade bei der Einrichtung und Eingabe des Wlan-Schlüssels, wenn man nicht auf die Fernbedienung zurückgreifen möchte, aber auch nicht zwingend notwendig.

Film ab!

Der Nebula Capsule Max läuft mit Android 8.1 und angepasstem Nebula UI. Die Menüführung ist übersichtlich und läuft geschmeidig. Netflix und Amazon Prime sind bereits vorinstalliert. Weitere Apps wie Youtube, DAZN, Spotify oder auch Plex und Kodi können bequem über den Nebula Manager installiert werden. Alle weiteren Apps wie Sky Go, die es über den Nebula Manager nicht gibt, muss man selbst über eine APK-Datei mittels USB-Stick installieren. Eine Disney+ App ist leider noch nicht verfügbar.

Grundsätzlich kann der Nebula Capsule Max aber alles abspielen. Via HDMI ist die Nutzung eines Fire TV Sticks, Receivers oder auch einer Spielkonsole problemlos möglich. Über einen USB-Stick können lokale Inhalte abgespielt werden und via Plex oder Kodi kann man auch auf NAS-Inhalte zurückgreifen.

Inhalte werden mit 1280 x 720 mit 60 FPS wiedergegeben. Youtube zählt 720p inzwischen nicht mehr als HD, jedoch ist die Auflösung völlig ausreichend für einen so klein verpackten Beamer, der auch noch portabel ist. Je näher er an der Wand steht, desto schärfer wird das Bild natürlich. Dabei erreichen wir bei 3m Abstand schon knappe 100 Zoll Bilddiagonale. Die 200 ANSI Lumen reichen im Innenraum aus, wenn man das Zimmer abdunkelt. Am Tage ist der Beamer draußen nicht nutzbar und auch am Spätabend sollte man auf den Standardmodus zurückgreifen, denn im Akku-Modus wird das Ganze noch einmal auf 100 ANSI Lumen halbiert. Ist die Sonne verschwunden, bekommt man ein kräftigeres Bild. Der Beamer selbst besitzt auf der Rückseite auch noch einen Sensor, der die Helligkeit automatisch an die Umgebung anpasst. Leider werden die 4 Stunden Wiedergabezeit nur im Akku-Modus erreicht. Im Standard-Modus muss man sich mit ca. 1,5 Stunden Laufzeit zufrieden geben. Aufgeladen ist er wieder nach ca. 2,5 Stunden.

Der Nebula Capsule Max bietet die Möglichkeit zu einer Front- und Rückprojektion. Auch eine Deckenfront- und Deckenrückprojektion ist möglich.

Toll ist die automatische Trapezkorrektur, die den vertikalen Winkel automatisch justiert und ein gerades Bild liefert.

Airplay und Miracast

Die Verbindung mit unserem Apple-Testgerät funktionierte problemlos via Airplay. DRM geschützte Inhalte können zwar über diese Methode nicht abgespielt werden, aber alle anderen Dinge, die das Spiegeln des Smartphones ermöglicht, laufen problemlos.

Gaming

PS4, Xbox One und Nintendo Switch laufen problemlos bei 720p. Für den Spielspaß auf der Terrasse oder auch unterwegs reicht das vollkommen aus. Meist nutzt man einen Beamer beim Gaming ohnehin eher im Splitscreen-Modus.

Gerade mit einer Nintendo Switch, die ebenfalls portabel ist und einen Akku besitzt, sind auch mal kleine Runden Mario Kart am See möglich, sofern man eine Fläche zur Projektion findet. Auch das Spielen in einer abgelegenen Ecke des Gartens funktioniert prima, ohne erst großartig Strom verlegen zu müssen.

Musik

Über die Taste mit dem Auf- und Ab-Pfeil unterhalb des Power-Buttons kann zwischen der Bildwiedergabe und dem Bluetooth-Box-Modus gewechselt werden. In diesem Modus hält die Nebula Capsule Max je nach Lautstärke über einen Tag durch und macht dabei ordentlich Krach. Der Ton wird hierbei kraftvoll über einen 8 Watt Lautsprecher wiedergegeben. Bei Anker hat man ja auch bereits genug Erfahrungen mit Bluetooth-Lautsprechern gesammelt. Einzig der Bass könnte etwas kräftiger sein. Bei dieser kompakten Baugröße ist aber auch nicht mehr zu erwarten. Der Ton ist für seinen Zweck vollkommen zufriedenstellend.

Fazit: Nebula Capsule Max – Filmspaß für unterwegs

Der Nebula Capsule Max ist ideal, wenn man unterwegs einen Beamer benötigt oder im Urlaub nicht auf Netflix und Amazon Prime verzichten möchte. Für den Heimkino-Einsatz gibt es in dieser Preisklasse Geräte mit mehr Lumen, die sich jedoch lediglich für den stationären Einsatz eignen. Für alle, die häufiger unterwegs sind und einen kleinen portablen Beamer benötigen, ist der Nebula Capsule Max für 499€ UVP perfekt. Derzeit ist er häufiger im Angebot für 449,99€ erhältlich.

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Pro und Contra des Nebula Capsule Max Beamers

  • Leicht und klein
  • Automatische Trapezkorrektur
  • Akkubetrieb
  • Bluetooth-Soundbox integriert
  • Schnelles und übersichtliches Betriebssystem
  • Zahlreiche Anschlussmöglichkeiten für externe Geräte
  • Intuitive Fernbedienung
  • Aufladen nur via 15V/3A Stecker
  • Leider kein Schutz für die Linse
  • Nur bei abgedunkelten Räumen oder Abends nutzbar

 


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Ralf

Im Jahre 2018 habe ich ein Haus gebaut und versuche, nach und nach smarte Produkte ins Haus zu integrieren. Ich freue mich, Euch die Smart Home Welt näherzubringen und gemeinsam mit Euch zu lernen.

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