
Aferiy P300 Power Station kaufen? Pro und Contra
- 3.000 Watt Dauerleistung für viele Haushaltsgeräte
- 2.048 Wh LiFePO₄-Akku, auf 10.240 Wh erweiterbar
- Zwei unabhängige Solareingänge mit zusammen bis zu 1.200 Watt
- Zwei USB-C-Anschlüsse mit jeweils bis zu 140 Watt
- Einstellbare Netzladeleistung und App-Steuerung
- USV-Funktion für angeschlossene Geräte
- Mit 21,6 kg nur eingeschränkt mobil
- Lüfter unter Last deutlich hörbar
- Hohe Anlaufströme können die Station überfordern
- App reagiert teilweise verzögert
Der Kaffee soll auch im Gartenhaus heiß werden, der Laptop braucht unterwegs Strom und bei einem Stromausfall wäre ein funktionierender Router hilfreich. Für solche Aufgaben ist die AFERIY P300 gedacht. Sie gehört zu den größeren tragbaren Powerstations und bietet genug Leistung, um auch anspruchsvollere Verbraucher anzuschließen.
AFERIY konzentriert sich auf mobile Stromspeicher, Solarpanels und Lösungen zur häuslichen Energieversorgung. Bei seinen Powerstations setzt der Hersteller auf Lithium-Eisenphosphat-Akkus und mehrere Ladewege. Die P300 wird unter dem Namen Haven3000 angeboten und ergänzt die Baureihe oberhalb der P210 und P280.
Entscheidend ist allerdings, was die zusätzliche Leistung im Alltag bringt. Denn ein kräftigerer Wechselrichter macht den Akku allein noch nicht ausdauernder.
Die P300 speichert in der Grundausstattung 2.048 Wattstunden. Gegenüber der P210 steigt die AC-Ausgangsleistung von 2.400 auf 3.000 Watt. Die Akkukapazität bleibt zunächst gleich. Wer vor allem eine längere Laufzeit sucht, sollte deshalb die Erweiterungsakkus in seine Planung aufnehmen.
Bis zu vier kompatible P280-B-Akkus erhöhen den Speicher auf insgesamt 10.240 Wh. Dadurch lässt sich zunächst die einzelne Station kaufen und später ergänzen. Die maximale AC-Leistung bleibt auch mit Zusatzakkus bei 3.000 Watt.
Mit knapp 40 Zentimetern Länge braucht die P300 einen festen Platz. Für häufiges Treppentragen sind ihre 21,6 Kilogramm unbequem. Im Gartenhaus, Wohnmobil oder neben dem Schreibtisch fällt dieser Nachteil weniger ins Gewicht. Beim Aufstellen sollte neben den Gehäusemaßen auch Platz für Stecker und Belüftung bleiben.
Aferiy hat uns freundlicherweise ein Exemplar der P300 Power Station [Werbung] für diesen Test zur Verfügung gestellt.
Technische Daten der Aferiy P300 Power Station
| Aferiy P300 Power Station | Aferiy P300 Power Station kaufen direkt beim Hersteller |
| Preis | 889 € im Herstellershop, Stand 07.10.2026 |
| App | Aferiy (iOS & Android) |
| Gewicht | 21,6 kg |
| Batterietyp | LiFePO₄ |
| Maße | 39,8 × 28 × 31,5 cm |
| Akkukapazität | 2.048 Wh |
| Erweiterbarkeit | Maximal 10.240 Wh mit vier P280-B-Akkus |
| Zyklen | Herstellerangabe: über 4.000 Lade-/Entladezyklen |
| Garantie | Bis zu 7 Jahre gemäß Herstellerbedingungen |
| Farbe | Grau/Schwarz |
| Funkverbindung | Bluetooth und WLAN |
| AC-Dauerleistung | 3.000 W insgesamt |
| Wechselrichter | Reine Sinuswelle |
| AC-Ausgänge | 3 × 220–240 V; 50/60 Hz einstellbar |
| USB-C | 2 × 140 W PD 3.1; 2 × 20 W |
| USB-A | 2 × 5 V / 2,4 A |
| Weitere Ausgänge | Kfz: 12 V / 10 A; 2 × DC5521: 12 V / 3 A; XT60: 12 V / 25 A |
| Netzladung | Maximal 1.800 W |
| Einstellbare Ladeleistung | 600 / 900 / 1.200 / 1.500 / 1.800 W |
| >Solarladung | 2 × XT90 mit je maximal 600 W; insgesamt 1.200 W |
| >Solar-Eingangsbereich | Je Eingang 11,5–55 V, maximal 20 A |
| >Schnellladen | Laut Hersteller 80 % in 55 Minuten bei 1.800 W AC |
| >USV-Umschaltung | Herstellerangabe: höchstens 10 ms |
Unboxing und Aferiy P300 Power Station Lieferumfang
Die Aferiy P300 Power Station kommt sicher verpackt in einem Karton und gesichert in Schaumstoff.
Solarpanel und Zusatzakku gehören nur zu entsprechend ausgewählten Sets. Auch ein Kfz-Ladekabel sollte beim Angebotsvergleich gesondert geprüft werden. Eine Tasche oder Schutzhülle ist im offiziellen Standardlieferumfang nicht aufgeführt.
Vor dem ersten Einsatz bietet sich eine vollständige Ladung an. Danach lohnt es sich, die vorgesehenen Geräte einmal zusammen anzuschließen. So zeigt sich frühzeitig, ob Kabelreichweite, Aufstellort und Leistungsbedarf zusammenpassen.
Der Aferiy P300 Power Station Lieferumfang umfasst:
- AFERIY P300 Powerstation
- AC-Ladekabel für die Steckdose
- MC4-auf-XT90-Kabel für kompatible Solarpanels
- Bedienungsanleitung
- Garantieunterlagen
Im Inneren sitzen ein LiFePO₄-Akku, die Ladeelektronik und ein Wechselrichter. Dieser erzeugt aus der gespeicherten Energie Wechselstrom mit reiner Sinuswelle. Über USB und die 12-Volt-Anschlüsse lassen sich passende Geräte auch direkt versorgen.
Die beiden kräftigen USB-C-Ausgänge sind besonders für mobiles Arbeiten interessant. Wer ein geeignetes Notebook anschließt, braucht dessen Steckernetzteil nicht mitzunehmen. Für die volle Ladeleistung müssen allerdings Notebook und Kabel das passende USB-PD-Profil unterstützen. Ein USB-C-Stecker allein garantiert noch keine 140 Watt.
Für Solarbetrieb bietet die Station zwei unabhängig geregelte Eingänge. Das erleichtert die Nutzung getrennter Module. Die Leistungsangabe eines Panels reicht zur Auswahl aber nicht aus: Spannung und Strom müssen ebenfalls zum Eingang passen. Besonders bei mehreren verbundenen Modulen ist die zulässige Eingangsspannung zu beachten.
Die beworbenen 4.000-plus-Zyklen sprechen für einen auf regelmäßige Nutzung ausgelegten Akku. Sie sind dennoch keine Zusage, dass der Speicher über Jahre unverändert bleibt. Alterung, Temperaturen und Nutzung beeinflussen die verfügbare Kapazität.
AFERIY P300 im Praxistest: Leistung, Laufzeit und Alltag
Ein 2.000-Watt-Wasserkocher lässt sich problemlos betreiben betreiben. Kommt eine Mikrowelle hinzu und steigt der Bedarf über etwa 3.000 Watt, wird die Leistung begrenzt. Ein Gartenhäcksler mit 2.500 Watt Nennleistung scheiterte dagegen am hohen Anlaufstrom.
Daraus folgt für die Nutzung: Die Wattangabe auf dem Typenschild ist ein guter Anfang, bei Motorgeräten aber nicht immer ausreichend. Wer die P300 für eine Pumpe, Säge oder einen Kompressor kaufen möchte, sollte auch den Anlaufbedarf klären. Für die Küche ist es oft einfacher, starke Verbraucher nacheinander einzuschalten. Während der Wasserkocher läuft, muss der Toaster nicht ebenfalls arbeiten.
Wie viel Energie steht tatsächlich zur Verfügung?
Eine dokumentierte vollständige Entladung mit einer Last um 1.000 Watt ergab rund 1.850 Wh am AC-Ausgang. Das entspricht ungefähr 90 Prozent der Nennkapazität. Der Wert beschreibt diesen Messaufbau; er lässt sich nicht unverändert auf jede Last übertragen.
Für eine eigene Planung helfen einfache Rechenbeispiele. Angenommen, es stehen nach Verlusten 1.700 Wh zur Verfügung, dann ergeben sich folgende Laufzeiten:
| Angenommener Dauerverbrauch | Rechnerische Laufzeit bei 1.700 Wh |
|---|---|
| 100 W | 17 Stunden |
| 300 W | Rund 5 Stunden 40 Minuten |
| 1.000 W | Rund 1 Stunde 40 Minuten |
| 2.000 W | Rund 50 Minuten |
Das sind Rechenbeispiele, keine gemessenen P300-Laufzeiten. Bei kleinen Verbrauchern fällt der Eigenverbrauch der Station stärker ins Gewicht. Ein Kühlschrank wiederum läuft nicht durchgehend mit derselben Leistung. Für ihn ist der tatsächliche Energiebedarf über mehrere Stunden aussagekräftiger als die Wattzahl während eines einzelnen Kühlvorgangs.
Für ein Smart Home lohnt sich deshalb eine kurze Bestandsaufnahme: Welche Geräte sollen bei einem Ausfall wirklich weiterlaufen? Router, eine Zentrale und etwas Licht sind eine andere Aufgabe als ein elektrischer Heizlüfter. Wer die wichtigen Verbraucher vorher auswählt, nutzt die gespeicherte Energie gezielter.
Schnellladen mit sinnvoller Leistungsregelung
Eine vollständige Netzladung dauerte in einer dokumentierten Messung ungefähr eine Stunde und 45 Minuten. Dabei wurden rund 2,23 kWh aus der Steckdose aufgenommen. Ladeverluste gehören also ebenfalls zur Energiebilanz.
Praktisch ist vor allem die einstellbare Eingangsleistung. Zu Hause kann schnelles Nachladen vor der Abfahrt helfen. An einem schwächer abgesicherten Campinganschluss ist eine niedrigere Stufe oft sinnvoller. Dabei zählen auch andere Geräte, die am selben Anschluss betrieben werden. Die höchste Stufe muss nicht die passende sein.
Solarbetrieb beim Camping und im Garten
Ein faltbares 400-Watt-Panel ist eine mögliche Ergänzung für den mobilen Einsatz, etwa mit einem Offroad-Camper. Bei der Kombination mit dem AFERIY S400A1 lässt sich das Modul während einer Standpause aufstellen und zur Weiterfahrt wieder zusammenklappen. Diese Ausstattung nutzt allerdings nur einen Teil der maximal möglichen Solarleistung.
Für die Tagesplanung ist die Energiebilanz wichtiger als die Spitzenleistung. Ein frei gewähltes Beispiel: Liefern die Panels gerade 300 Watt und benötigen die angeschlossenen Geräte 100 Watt, bleiben vor weiteren Verlusten etwa 200 Watt zum Nachladen. Wolken oder Schatten können diese Bilanz schnell verändern. Eine große Solar-Eingangsleistung garantiert deshalb keine volle Batterie am Abend.
Im Gartenhaus sollte außerdem ein trockener, gut belüfteter Platz für die Station vorgesehen werden. Die Panels brauchen Sonne; der Speicher muss dafür nicht daneben in der prallen Sonne stehen.
Notstrom für Router, Computer und Smart-Home-Zentrale
Die USV-Funktion übernimmt angeschlossene Verbraucher bei einem Netzausfall. In einer dokumentierten Oszilloskopmessung lag die Unterbrechung bei etwa 12,5 Millisekunden, etwas über der Herstellerangabe. Ein angeschlossener Computer lief bei einem separaten Umschaltversuch weiter.
Für wichtige Technik sollte die eigene Gerätekombination vorab ausprobiert werden. Ein erfolgreich versorgter PC garantiert noch nicht, dass jedes Netzteil gleich reagiert. Außerdem hilft ein laufender Router nur dann beim Internetzugang, wenn auch die Verbindung außerhalb des Hauses verfügbar bleibt.
Für das Smart Home heißt das: Eine versorgte Zentrale kann weiterarbeiten, doch stromlose Lampen oder Rollladenmotoren werden dadurch nicht automatisch nutzbar. Die P300 versorgt die angeschlossenen Geräte. Eine vollständige Ersatzstromversorgung der Hausinstallation ergibt sich daraus nicht.
Lüfter und Standort
Unter höherer Last ist die Kühlung hörbar. Die P300 sollte deshalb nicht als grundsätzlich lautlose Stromquelle eingeplant werden. Für den Schreibtisch empfiehlt sich etwas Abstand zum Sitzplatz. Wer nachts besonders geräuschempfindlich ist, sollte auch den vorgesehenen Ladebetrieb berücksichtigen.
Aferiy App
Die P300 lässt sich mit der Aferiy App verwalten. Die Einrichtung erfolgt über Bluetooth; zusätzlich kann die Station ins WLAN eingebunden werden. Für die dokumentierte WLAN-Einrichtung wird ein 2,4-GHz-Netz verwendet.
Die App zeigt den Akkustand und die Leistungswerte an. Außerdem lassen sich Ausgangsgruppen schalten, die Netzladeleistung einstellen und Ladezeiten planen. Hinzu kommen Grenzen für Laden und Entladen sowie ein leiserer Lademodus mit reduzierter Leistung. Die Oberfläche wirkt eher zweckmäßig. Schaltbefehle können mit Verzögerung ankommen.
Für den Alltag ist besonders die verbleibende Akkureserve interessant. Soll die Station im Notfall noch Energie bereithalten, ist eine bewusst gewählte Entladegrenze sinnvoll. Die Reserve steht dann allerdings nicht für den laufenden Verbrauch zur Verfügung. Mehr Vorsorge bedeutet entsprechend weniger frei nutzbare Energie.
Fazit zur Aferiy P300 Power Station – Leistungsstark. Erweiterbar. Schwer!
Die AFERIY P300 passt besonders gut zu Nutzern, die eine kräftige Stromquelle für einzelne Geräte suchen und den Speicher später vergrößern möchten. Für Gartenhaus, Camping und eine gezielte Notstromversorgung ist das ein schlüssiges Konzept. Die vielen Anschlüsse ersparen zusätzliche Ladegeräte, und die regelbare Netzladung hilft an unterschiedlichen Einsatzorten.
Die Grenzen bleiben klar: Das Gewicht macht häufiges Umstellen mühsam, die Lüfter sind unter Last hörbar und die App bietet keine belegte direkte Einbindung in Apple Home. Auch die hohe Ausgangsleistung ersetzt keine Prüfung bei Geräten mit kräftigen Motoren.
Wer bereits eine P210 besitzt, sollte vor allem auf den eigenen Bedarf schauen. Reicht deren Leistung aus und wird kein zusätzlicher Speicher benötigt, ist der Wechsel weniger zwingend. Bei gleicher Grundkapazität entsteht allein durch die größere Modellnummer kein großer Laufzeitgewinn.
Zum recherchierten Angebotspreis von 889 Euro ist die P300 eine interessante Option für Käufer, die ihre Leistung und Erweiterbarkeit tatsächlich nutzen. Für gelegentliches Handy- und Laptopladen wäre sie unnötig schwer. Für einen festen Platz als vielseitige Stromreserve fällt die Abwägung deutlich günstiger aus.
Aferiy P300 Power Station direkt beim Hersteller kaufen
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