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iRobot Roomba® j7+ Saugroboter im Test

Der Saugroboter mit Absaugstation wurde gegenüber seinem Vorgänger in vielen Details verbessert

Weitere Informationen

Mit dem j7+ verbessert iRobot seinen Vorgänger-Saugroboter i7+ nochmals in vielen Details. Auch er kommt, wie das „+“ im Namen ausdrückt, wahlweise mit einer Absaugstation, die in der Höhe nun etwas geschrumpft ist. Was der j7+ für 999€ nun besser macht, als sein Vorgänger erfahrt Ihr in unserem Test.

Allgemeine Angaben zum iRobot Roomba j7+ Saugroboter

Der iRobot j7+ ist auch als iRobot Roomba j7 ohne Absaugstation erhältlich. Im Gegensatz zum i7+ ist der j7+ mit 8,7 cm Höhe etwas flacher geworden. Er wirkt grundsätzlich wie von iRobot gewohnt sehr hochwertig verarbeitet. Der j7+ besitzt nun eine Kamera mit Objekterkennung, was zugleich auch einer besseren Navigation dient. Zusätzlich wurde die Absaugstation von 48 cm etwas in der Höhe auf 34 cm geschrumpft und ist in der Breite ein wenig gewachsen von 18 cm auf 31,5 cm. Der Tragegriff aus dem i7+ ist beim j7+ nicht mehr vorhanden. iRobot konzentriert sich beim j7+ aufs Wesentliche. So ist dieser als reiner Saugroboter ohne sämtliche Wischfunktion tätig. Das Saugen macht er exzellent. Zum Wischen sollte man bei iRobot ohnehin zum Braava jet m6 greifen, der mittels Imprint®-Kopplungstechnologie im Zusammenspiel mit dem j7+ abwechselnd reinigt.

iRobot Roomba j7+ (i755840) Saugroboter Der iRobot Roomba j7+ bei Amazon
Preis (UVP) 749,99€ (j7)
999€ (j7+ mit Absaugstation)
App iRobot Home (iOS & Android)
Maße 339 x 339 x 87 mm (B x T x H)
Maße der Clean Base 310 x 401 x 338 mm (B x T x H)
Gewicht 3,4 kg
Navigation Strukturierte Kameranavigation + Precision Vision
Farbe schwarz
Saugkraft 10-fach stärker im Vergleich zum Reinigungssystem der Serie Roomba® 600
Laufzeit ~ 75 Minuten
Batterie 2210 mAh
Staubbehälter 400 ml
Staubbehälter der Absaugstation bis zu 30 volle Ladungen des Saugroboter-Staubbehälters
Ladezeit ~ 1,5 Stunden
Lautstärke Max+: ≤ 63 dBA
Max: ≤ 61 dBA
Standard: ≤ 58 dBA
Leise: ≤ 55 dBA
Steighöhe bis zu 2cm
Sprachsteuerung Amazon Alexa
Google Home
Apple Siri Kurzbefehle

Unboxing: Ausgepackt und ausprobiert

Der iRobot Roomba j7+ kommt in einer großen Umverpackung, in der sich sowohl Saugroboter als auch die Absaugsstation befinden. Sehr vorbildlich: Die Packungen sind nummeriert. So kann man den Roboter samt Zubehör nach und nach auspacken und aufstellen.

Neben Roboter und Absaugstation liegt noch eine zusätzliche Seitenbürste und ein Ersatzfilter bei. Eine Dual Mode Virtual Wall® Barriere sucht man vergebens und das finden wir auch gut so. Vorbei sind die Zeiten, bei denen man die Barriere im Raum platzieren musste, damit der Roomba nicht in diese Zone fährt. Man kann beim j7+ nun auch virtuelle Barrieren erstellen.

Der iRobot Roomba j7+ kommt in schwarz mit Oberfläche in der Optik von gebürstetem Edelstahl daher. An der Oberseite befindet sich nun nur noch eine runde Taste, welche von einem LED-Ring umschlossen wird. Hier kann der Reinigungsvorgang gestartet oder gestoppt werden. Den Rest regelt man ohnehin via App. Auffällig ist die neue an der Vorderseite angebrachte Kamera samt LED-Scheinwerfer. Hier kann der Roomba j7+ Objekte erkennen und lernt dazu, indem er die erkannten Bilder über die App abgleicht. iRobot nennt dies „PrecisionVision„. Der Roboter wird also bei längerer Nutzung auch immer schlauer. Über den Scheinwerfer kann er so auch Nachts gut navigieren.

Im Gegensatz zum i7+ ist nun auch die Seitenbürste in schwarz gehalten. Auffällig an der Unterseite sind die beiden gegenläufigen Gummirollen, die den Schmutz sehr gut bei der ersten Überfahrt aufnehmen können. Zudem befindet sich an der Rückseite der Staubbehälter mit einer Klappe zur automatischen Staub-Absorption an der Unterseite. Hier wird der Staub dann mittels Unterdruck in die Clean Base abgesaugt.

Die Clean Base wirkt äußerst hochwertig mit einer geriffelten Oberfläche samt Lederlasche an der Klappe zum Wechseln der Staubfilter. Zudem befindet sich nun in der Klappe ein Fach mit einem Ersatzfilter. Toll für Allergiker, denn die Staubbeutel lassen sich verschlossen aus der Clean Base entnehmen und schließt Partikel ab einer Größe von 0,7 Mikrometern ein. Eine alternative Lösung mit einer wiederverwendbaren entnehmbaren Staubkammer würden wir uns an dieser Stelle aber dennoch wünschen. Wobei man auch damit regelmäßig Verbrauchsmaterial in Form von neuen Filtern bräuchte. An der Rückseite der Clean Base befindet sich wieder eine Möglichkeit, überschüssiges Kabel zu verstauen.

Hier noch einmal der komplette Lieferumfang des iRobot Roomba i7+:

    • 1x iRobot Roomba® j7+ Saugroboter
    • 1x Clean Base™ Automatische Absaugstation
    • 1x Netzkabel
    • 2x Anti-Allergen Staubsaugerbeutel
    • 1x Bedienungsanleitung
    • 1x Ersatz-Seitenbürste
    • 1x Ersatz-Filter

Der iRobot i7+ von allen Seiten beleuchtet:

Die iRobot Clean Base von allen Seiten:


Technischer Überblick

Auf der Vorderseite ist nun die PrecisionVision Kamera inklusive LED angebracht. Leider dient die Kamera ausschließlich der Hinderniserkennung. Eine Liveübertragung des Bildes über die App ist hier leider nicht möglich.

Eine genaue Angabe zur Saugkraft konnten wir leider nicht finden. iRobot gibt hier auf seiner Website lediglich an, dass die Saugkraft 10-fach stärker im Vergleich zum Reinigungssystem der Serie Roomba® 600 sei. In Sachen Lautstärke liegt man mit ca. 58 dBA auf ähnlichem Niveau.

Die Akku-Kapazität beträgt 2210 mAh, was für ca. 75 Minuten Reinigungszeit am Stück ausreicht, ehe der 400ml große Staubbehälter geleert werden muss.

Der j7+ besitzt auch eine Absturzerkennung bei Stufen oder Kanten. An der Unterseite sind 6 Abgrundsensoren und ein Boden-Erkennungs-Sensor angebracht.


Die App: iRobot Home mit Genius

Die für Android und iOS erhältliche iRobot Home App ist übersichtlich, schnell und lässt keine Features vermissen, die man heutzutage bei einem Saugroboter benötigt. Der Roomba j7+ verbindet sich nahezu automatisch und ohne großartiges Zutun mit dem heimischen WLAN.

iRobot verbessert die App samt iRobot Genius kontinuierlich und hört auch auf Kundenwünsche. Das merkt man zum Beispiel, wenn man innerhalb der App einen Screenshot tätigt. Hier öffnet sich in der App direkt das Feedback-Formular.

So sollen künftig auch gewisse Bereiche wie der Eingangsbereich besonders gründlich gereinigt werden, während die restlichen Räume nur mal eben im Schnelldurchlauf befahren werden. Auch die Sperrung der Reinigungstaste wird mit Genius 4.0 möglich, wenn man zum Beispiel Kinder hat, die gerne an der Technik herum spielen. Zudem lässt sich bereits jetzt mittels NAP-Commitment (Never Awake People or Pets) ein „Nicht stören“ Zeitfenster definieren, in denen der Roomba nicht laufen soll. Auch die Objekterkennung wird stetig verbessert. Zusätzlich zu Schuhen, Socken, Kabeln, Kopfhörern und Haustierhinterlassenschaften sollen bis Ende Juni 2022 der Roomba j7 und j7+ dann auch Handtücher und Kleidungsstücke als zu umfahrendes Hindernis erkennen können.

Der j7+ benötigt 2-3 Fahrten ehe die Smart Map komplett erstellt wurde. Hier ist auch ein Trainingslauf zur schnelleren Kartierung möglich, bei dem der Roomba mit ausgeschaltetem Saugmotor fährt und so den Akku schont und den Kartierungsprozess beschleunigt. Teppiche werden in der Karte markiert und wir hatten bislang nur wenige Saugroboter, die alle Räume auf Anhieb korrekt erkannt haben. Der j7+ ist einer davon.

Bis zu 10 Karten können erstellt und gespeichert werden. So kann man den Roboter auch mal eben in einem anderen Stockwerk platzieren und saugen lassen. Hier können dann auch gezielt Räume samt Reinigungs-Reihenfolge gewählt werden, die nacheinander gesaugt werden sollen.

Sämtliche Features lassen sich dann auch mittels Sprachassistenz steuern. So kann man über den Befehl „Alexa, sage Roomba er soll unter dem Küchentisch saugen“ die Kuchenkrümel beseitigen lassen, wenn der Nachwuchs wieder mal gekleckert hat.

Befindet sich der Roomba auf der Clean Base, kann der Auffangbehälter kann über die App entleert werden. Dies passiert natürlich auch vollautomatisch nach der Reinigungsfahrt.

Die iRobot Home App zählt mit seiner Übersichtlichkeit, intelligenten Funktionen und Drittanbieter-Konnektivität zu den besten Saugroboter-Apps am Markt.

 


Reinigungsergebnisse: Saugen

Die Ortung der Clean Base findet nun im Gegensatz zur Clean Base des i7 nicht mehr via Infrarot sondern mittels QR-Code-Erkennung statt. Sie sollte mindestens 120 cm von einer Treppe entfernt platziert werden und dieser Abstand sollte auch vor der Clean Base eingehalten werden.

Der j7+ ist wieder mit der Dirt Detect Technologie ausgestattet, wodurch er stark verschmutzte Bereiche selbstständig mehrmals reinigt.

In Sachen Hinderniserkennung hat sich beim j7+ einiges getan. Die an der Front angebrachte Kamera erkennt nun flache Hindernisse und eine KI errechnet über eine Datenbank bereits bekannte Hindernisse. So kann der j7+ diese problemlos umfahren. In unserem Test funktionierte dies auch wunderbar. Während der i7+ noch an einem Kinderspielzeug verzweifelte, umfährt der j7+ dies nun. Die erkannten Hindernisse werden in der App markiert und sind über ein Foto einsehbar. Derzeit ist das Ganze noch auf Kabel und Hundehaufen spezialisiert. Eine Erweiterung der Erkennung anderer Gegenstände wie Schuhe oder Socken erfolgt bald. Zumindest gibt iRobot auch hier sein Pet Owner Official Promis (P.O.O.P), über das man den Saugroboter zum Austausch einschicken kann, sollte er einen Hundehaufen erwischen.

Eine Lampe an der Front sorgt zudem über eine bessere Navigation auch bei schlechteren Lichtverhältnissen.

Eine automatische Saugkrafterhöhung auf Teppichen ist trotz Bodensensor und Markierung der Teppiche auf der Smart Map nicht möglich. Durch die entgegengesetzt rotierenden Gummibürsten reinigt er schnell und zuverlässig. Er erwischt den Schmutz meist komplett bei der ersten Überfahrt. Die Gummibürsten sind ideal für Haushalte mit Tieren und lassen sich leicht entnehmen sowie reinigen.

Als erster IoT-hersteller weltweit erhält iRobot mit den Roomba j7 und j7+ Modellen übrigens die Cybersecurity-Zertifizierung des TÜV SÜD. Hier handelt es sich um ein strenges Regelwerk, welches über den Industriestandard hinausgeht.


Fazit iRobot j7+ – Der Vorgänger wurde sinnvoll verbessert!

iRobot hat mit dem j7+ sinnvolle Verbesserungen wie eine Kamera mit Objekterkennung und Licht eingeführt. Dies sorgt für eine verbesserte Navigation samt Vermeidung von Hindernissen. Wer auf Prestige steht und sein fast 1000€ teures Helferlein gerne vorzeigt, ist beim j7+ genau richtig. Die Absaugstation wirkt sehr hochwertig und fügt sich modern in den Wohnraum ein. Der Name iRobot steht natürlich auch heute noch für sich. Schließlich war iRobot Vorreiter in Sachen Saugroboter auf dem Markt. Für ein Nachfolgemodell würden wir uns noch einen virtuellen Blick über die App durch die Kamera des Roboters wünschen. So hätte man zugleich noch eine fahrende Überwachungskamera im Haus.


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iRobot Roomba j7+ kaufen? Pro und Contra

  • Absaugstation erspart häufiges Entleeren des Staubbehälters
  • Pflegeleichte Gummibürsten
  • Herausragende App mit iRobot Genius
  • Objekterkennung
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Stylische Absaugstation
  • Gehobene Preisklasse
  • Kein LiDAR-Sensor

 


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Ralf

Im Jahre 2018 habe ich ein Haus gebaut und versuche, nach und nach smarte Produkte ins Haus zu integrieren. Ich freue mich, Euch die Smart Home Welt näherzubringen und gemeinsam mit Euch zu lernen.

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