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Cecotec Conga 4690 Ultra Saugroboter getestet

Ein Saug- und Wischroboter der Mittelklasse mit viel Zubehör, beachtlicher Saugleistung und einer App mit sprachlichen Defiziten

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Der spanische Hersteller Cecotec hat inzwischen schon fast 20 Saugroboter auf den Markt gebracht. Blickt man auf die Leistungsdaten, fällt einem bei den Geräten vor allem eine sehr hohe Saugleistung auf. Was im Speziellen der Conga 4690 Ultra kann und warum uns die App dennoch Spanisch vor kommt – sorry für diese Anspielung – erfahrt ihr in unserem Test.

Allgemeine Angaben zum Cecotec Conga 4690 Ultra Saugroboter

Cecotec Conga 4690 Ultra VerpackungDer Conga 4690 der spanischen Firma Cecotec ist in schwarz gehalten, kommt mit reichlich Zubehör und besitzt eine hochwertige Verarbeitung. Außerdem ist er auch über eine mitgelieferte Fernbedienung steuerbar, was gerade für weniger Smartphone-Affine Menschen eine nette Sache ist.

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Preis (UVP) 359€ (UVP)
Maße 35,0 x 35,0 x 9,5 cm
App Conga 4690 (iOS & Android)
Gewicht 3,9 kg
Navigation LiDAR iTech 360 Laser
Farbe schwarz
Saugkraft 2700 Pa
Laufzeit bis zu 5 Stunden
Batterie 6400 mAh
Staubbehälter 500 ml
Mischbehälter 200 ml (Wasser) + 250 ml (Staubbehälter)
Ladezeit ~ 1,5 Stunden
Lautstärke Turbo: ≤ 64 dBA
Normal: ≤ 62 dBA
Eco: ≤ 58 dBA
Steighöhe bis zu 1,5 cm
Sprachsteuerung Amazon Alexa
Google Home
× Apple HomeKit

Unboxing: Ausgepackt und ausprobiert

Cecotec Conga 4690 Ultra LieferumfangAuf der Oberseite des Conga 4690 Ultra befinden sich 2 Buttons zum Ein- und Ausschalten des Roboters und zur Rückkehr zur Ladestation.

Der Lieferumfang ist üppig. Neben einem Saugbehälter, der beachtliche 500 ml fasst liegt auch ein Mischbehälter mit Saug- und Wassertank bei. Beide Behälter besitzen jeweils einen eigenen HEPA-Filter, welcher sehr willkommen für Allergiker ist.

Der Mischtank ist zweigeteilt in einen 200 ml großen Wassertank und 250 ml großen Saugbehälter. Das Wischtuch wird erst noch extra unten am Wassertank eingeschoben. Ein Ersatz-Mehrzwecktuch liegt ebenfalls bei.

Beide Behälter werden von hinten in den Roboter eingeschoben. Eine extra Klappe an der Oberseite, in der man wie bei anderen Herstellern die mitgelieferte Reinigungsbürste für den Roboter verstauen kann existiert nicht.

Die Seitenbürste besitzt herkömmliche Borsten. Eine weitere Ersatz-Seitenbürste ist enthalten.

Die Ladestation wird leider ohne eine Tropfmatte geliefert. Man sollte also den Wassertank nach jeder Fahrt wieder entfernen, wenn man keine Flecken auf dem Untergrund haben möchte. Dafür besteht an der Unterseite eine Möglichkeit zum Verstauen des überschüssigen Ladekabels.

Sehr erfreulich ist die Auswahl der beiliegenden Bürsten. So liegen dem Conga 4690 ganze 3 verschiedene Reinigungs-Bürstenwalzen bei. So sollte mit einer Allzweck-Bürste (Silikon und Borsten), einer reinen Silikon-Bürste und einer Mikrofaser-Bürste (für Hartböden) für jeden Einsatzzweck die passende Bürste dabei sein. Das haben wir bisher noch bei keinem anderen Hersteller in der Form gesehen.

Man merkt, dass der deutsche Markt für Cecotec erst seit Kurzem erschlossen wird. Die Übersetzung der Anleitung, Kurzanleitung sowie der zugehörigen App sind nämlich aktuell noch verbesserungswürdig. Es reicht jedoch dennoch aus, um den Roboter erfolgreich auf eine Reinigungsfahrt schicken zu können.

Hier noch einmal der komplette Lieferumfang:

    • 1x Conga 4690 Ultra Saugroboter
    • 1x Allzweck-Bürste (mit Borsten und Silikon)
    • 1x Silikon-Bürste für Tierhaare
    • 1x Mikrofaser-Bürste (Jalisco Bürste) für Hartböden
    • 1x Mischbehälter (Staub und Wassertank)
    • 1x Staubbehälter
    • 1x Fernbedienung
    • 2x Wischtücher
    • 2x Seitenbürsten
    • 2x Hochleistungsfilter
    • 1x Reinigungsbürste für den Roboter
    • 1x Ladestation und Netzteil
    • 1x Bedienungsanleitung
    • 1x Kurzanleitung

Der Cocotec Conga 4690 Ultra von allen Seiten beleuchtet:

 


Technischer Überblick

Der Conga 4690 Ultra ist mit diversen Sensoren, die das Herabfallen von einer Treppe oder das unsanfte Anfahren von Gegenständen verhindern sollen. Zur Hinderniserkennung und besseren Kartierung besitzt der Conga einen LiDAR-Sensor. Cecotec bezeichnet dies als iTech Laser 360.

Durch den LiDAR-Sensorturm kommt er auf eine Höhe von 9,5 cm. So kommt er nicht mehr ganz unter Sofas oder Schränke, dafür fährt er Wände und Beschränkungen sehr sanft an oder meidet einen Kontakt gänzlich. Mit einem Durchmesser von 35 Zentimetern entspricht er den Maßen wie diverser Topmodelle.

Die Saugkraft von 2700 Pa ist beachtlich und kann mit diversen aktuellen Topmodellen mithalten. Auch bei der Lautstärke liegt er mit bis zu 64 dB auf dem durchschnittlichen Niveau, das man derzeit bei aktuellen Modellen gewöhnt ist.

Mit einem ausdauernden 6400 mAh starken Akku kann der Conga 4690 Ultra bis zu 5 Stunden durchgehend reinigen, ehe er zurück zur Ladestation fahren muss. Ist die Wohnung groß genug und der Conga noch nicht mit seiner Reinigung fertig, setzt er dank TotalSurface 2.0 Technologie anschließend an der Stelle fort, an der er zuletzt gereinigt hat.


Die App: Jeder Saugroboter mit eigener App

Wir staunten nicht schlecht, als wir in den AppStores nach einer allgemeinen Cecotec-App suchten. Für jeden der Cecotec-Geräte gibt es eine eigene App. Für iOS sind das beispielsweise derzeit ganze 19 Apps. Hier besteht unserer Meinung nach noch Nachbesserungsbedarf. Wir würden uns eine einzige, gemeinsam genutzte App wünschen, wie es viele andere Hersteller auch schon erfolgreich machen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die aktuell noch dürftige Übersetzung. Zu oft mussten wir für diverse Unterpunkte noch einen Übersetzer bemühen, um verstehen zu können, was man uns da gerade in Spanisch entgegen wirft.

Blickt man darüber hinweg, besitzt die App einen soliden Umfang mit vielen Funktionen, die inzwischen bei Saugrobotern zum guten Ton gehören.

Zur Benutzung der App, ist das Anlegen eines Nutzeraccounts pflicht. Nach dem erfolgreichen Koppeln kann man dem Roboter einen eigenen Namen verpassen. Über diesen lässt er sich anschließend auch über Amazons Alexa oder Google Home steuern. Anschließend benötigt der Conga erst einmal eine Kartierungsfahrt, um einen Grundriss der Wohnung erstellen zu können.

In der App können bis zu 5 Karten aufgezeichnet und gespeichert werden. Innerhalb dieser Karten kann man separate Räume festlegen. Eine Möglichkeit No-Mop-Zonen festzulegen besteht hier leider nicht. Dafür kann man Sperrbereiche festlegen und gezielt Räume in einen Reinigungsplan aufgenommen oder ausgeschlossen werden sowie die Reihenfolge der Reinigung festgelegt werden.

Beim Starten eines neuen Reinigungsvorgangs kann man zwischen der manuellen Steuerung, einer Punktreinigung und der Auswahl eines zuvor festgelegten Reinigungsplans wählen.

Außerdem kann für eine Reinigungsfahrt eine Tiefenreinigung (doppeltes Befahren) und ein Teppich-Turbo aktiviert werden. Dadurch schaltet er beim Befahren eines Teppichs automatisch auf die höchste Saugleistungs-Stufe “Turbo”. Die Saugleistung und die Abgabe des Wassers beim Wischen kann in jeweils 3 Stufen angepasst oder komplett deaktiviert werden.

Während der Fahrt ist auf der Karte ersichtlich, welche Bereiche der Conga schon gereinigt hat und wo er sich aktuell befindet.

Das Reinigungsprotokoll kann ebenso eingesehen werden wie das Verbrauchsmaterial.


Reinigungsergebnisse: Saugen

In der niedrigsten Saugstufe ist eine Reinigungsfahrt von satten 5 Stunden möglich. Auch größere Wohnungen und Häuser sind durch die Mehrfachkartierung und dem ausdauernden Akku kein Problem. Stark überdimensionierte Gebäude werden via fortsetzbarer Reinigung gesäubert. Der 500 ml große Staubbehälter fasst hierbei ausreichend schmutz, um nicht sofort nach jeder Reinigungsfahrt geleert werden zu müssen.

Durch den Laserdistanzsensor wird eine schnelle und zielgerichtete Reinigung garantiert. Der Roboter reinigt also nicht mit dem Chaos-Prinzip und fährt unsaft Gegenstände an, sondern manövriert gekonnt durch die Räume. Hierbei ist die aktuelle Position und bereits gereinigte Stellen auf einer virtuellen Karte einsehbar.

Mit seinen drei verschiedenen Reinigungsbürsten ist für jeden Reinigungszweck die passende Bürstenrolle dabei.

Schmutz beseitigt er zuverlässig mit bis zu 2700 Pa. In unserem üblichen Test mit Reis, Zucker und Papierschnipseln benötigte er 2 Überfahrten, um den Schmutz nahezu vollständig zu entfernen.

Die Reinigungsfahrt kann entweder direkt am Roboter, via App oder der mitgelieferten Fernbedienung gestartet werden.


Reinigungsergebnisse: Wischen

Die Abgabe der Wassermenge kann in der App in 3 Stufen reguliert werden. Vorher muss man den kompletten Saugbehälter entnehmen und den Wischbehälter samt Mikrofasertuch-Aufsatz einsetzen. No-Mop-Zonen existieren leider nicht. Als Workaround hierfür kann man unterschiedliche Karten fürs Wischen und Saugen anlegen und beim Wischen Zonen mit Teppich aussparen. Die Reinigungsleistung entspricht der gleichen Leistung aller bestehenden Saugroboter ohne Wischeinheit. Wie immer sollte auch hier gesagt werden, dass man gröberen Schmutz und eingetrocknete Flecken immer noch selbst beseitigen muss. Das Wischen ist mehr unterstützend gedacht, um Fußabdrücke und leichte Flecken beseitigen zu können.


Fazit: Der Underdog ist ein Mittelklasse-Geheimtip!

Cecotec Conga 4690 Front
Der Saugroboter von vorne

Der Cecotec Conga reinigt für seine Preisklasse sehr gut und navigiert durch seinen LiDAR-Sensor intelligent und sanft um Hindernisse. Neben seiner hohen Saugkraft und der Bedienmöglichkeit via Fernbedienung besitzt er auch Bürstenrollen für sämtliche Einsatzzwecke. Wenn zukünftig noch die App in Sachen Übersetzung verbessert werden sollte und Cecotec darüber nachdenkt, eine gemeinsame App für alle seine Roboter auf den Markt zu bringen, ist der Cecotec 4690 Ultra als Underdog ein echter Geheimtipp in der Mittelklasse.


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Pro und Contra des Cecotec Conga 4690 Ultra

  • Wischfunktion mit Mehrwegtuch + Ersatztuch
  • Hohe Saugleistung
  • Auch via Fernbedienung steuerbar
  • Kabelfach bei der Ladestation
  • 3 verschiedene Reinigungsbürsten enthalten
  • Intelligentes Reinigen via LiDAR-Sensor
  • App teilweise noch in Spanisch
  • Leider keine Tropfschale bei der Ladestation
  • Für jeden Saugroboter eine eigene App
  • Hohe Lautstärke
  • Leider keine Sprachausgabe

 


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Ralf

Im Jahre 2018 habe ich ein Haus gebaut und versuche, nach und nach smarte Produkte ins Haus zu integrieren. Ich freue mich, Euch die Smart Home Welt näherzubringen und gemeinsam mit Euch zu lernen.

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