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Currysmarter Wifi-Gurtwickler 2.0 im Test: mehr Kraft für smarte Rollläden

Der Unterputz-Gurtwickler 2.0 bringt alte Rollläden ins WLAN, arbeitet mit Smart Life und zieht deutlich kräftiger als die erste Generation

Currysmarter WLAN Gurtwickler 2.0 kaufen? Pro und Contra

  • hohe Zugkraft von bis zu 45 Kilogramm
  • direkte WLAN-Verbindung ohne zusätzliche Zentrale
  • Bedienung am Gerät, per App und per Sprache
  • genaue Prozentsteuerung nach der Kalibrierung
  • niedriger Standby-Verbrauch von höchstens 0,15 Watt
  • Hindernis-, Überlast- und Überhitzungsschutz
  • Tastenbeleuchtung lässt sich dimmen oder abschalten
  • Zeitpläne, Szenen und Gruppensteuerung über Smart Life
  • nur für 23 Millimeter breite Rollladengurte vorgesehen
  • benötigt einen mindestens 13,8 Zentimeter tiefen Gurtkasten
  • unterstützt ausschließlich 2,4-GHz-WLAN
  • keine native Unterstützung für Apple HomeKit oder Matter
  • Montage und erste Kalibrierung brauchen etwas Geduld

Currysmarter ist vor allem durch WLAN-Schalter, Rollladensteuerungen, Steckdosen und weitere Tuya-basierte Smart-Home-Produkte bekannt.

Der Currysmarter Wifi-Gurtwickler 2.0 ersetzt einen klassischen Unterputz-Gurtwickler. Je nach Verkaufsplattform tritt das Unternehmen auch die Schreibweisen CURRY und SMARTERCURRY auf. Ein vorhandener Rollladen lässt sich damit elektrisch bewegen, ohne dass ein Rohrmotor in den Rollladenkasten eingebaut werden muss. Das ist besonders für Mietwohnungen oder bereits fertig renovierte Räume interessant. Eine Steckdose in der Nähe und ein passender Mauerkasten reichen grundsätzlich aus.

Die zweite Generation ist mehr als eine neue Beschriftung. Im Handbuch nennt Currysmarter eine neue Hardware-Plattform, eine überarbeitete Bedienoberfläche und Verbesserungen bei Stabilität, Haltbarkeit und Reaktionsgeschwindigkeit. Gleichzeitig weist der Hersteller darauf hin, dass die Steuerung der neuen Generation nicht mit älteren Modellen kompatibel ist. Wer mehrere Geräte kauft oder ein vorhandenes System erweitert, sollte deshalb genau auf W17 und W2.0 achten.

Currysmarter hat uns für unseren Test ein Exemplar des Gurtwicklers 2.0 zur Verfügung gestellt [WERBUNG].

Currysmarter Wifi-Gurtwickler 2.0 Currysmarter Gurtwickler 2.0 kaufen bei Amazon Currysmarter Gurtwickler 2.0 kaufen direkt beim Hersteller
Preis 139€
Modell W17
Serie W2.0 / zweite Generation
Einbauart Unterputz
Gehäusemaße 194 × 137 × 35 mm (H × T × B)
Erforderliche Wandtiefe mindestens 13,8 cm
Befestigungslochabstand 165 oder 185 mm
Gurtbreite 23 mm
Wickelkapazität 4,2 m beziehungsweise 7,6 m laut Datenblatt
Maximale Zugkraft 45 kg
Maximale Rollladenfläche 5,0 m² Kunststoff / 2,5 m² Aluminium
Betriebsspannung 110–240 V
Maximale Leistung 120 W
Standby-Verbrauch höchstens 0,15 W
Nenndrehmoment 25 Nm
Nenndrehzahl 17 U/min
Maximale Dauerlaufzeit 4 Minuten, danach 5 Minuten Abkühlphase
WLAN 2,4 GHz, IEEE 802.11 b/g/n
App Smart Life / Tuya
Sprachsteuerung Amazon Alexa und Google Home
Apple HomeKit nicht nativ unterstützt
Matter nicht ausgewiesen
Material Polycarbonat (PC)
Netzkabel 2 m
Betriebstemperatur 0 bis 45 °C
Preis für die eindeutig identifizierte Version 2.0 nicht verifiziert

Unboxing: Ausgepackt und ausprobiert

Der smarte Gurtwickler ist für die Unterputzmontage und für 23 Millimeter breite Gurtbänder gedacht. Er arbeitet mit bis zu 45 Kilogramm Zugkraft. Zulässig sind laut Datenblatt Kunststoffrollläden bis 5,0 Quadratmeter und Aluminiumrollläden bis 2,5 Quadratmeter. Bedient wird der Antrieb über drei berührungsempfindliche Tasten, die Smart-Life-App oder einen verbundenen Sprachassistenten.

Eine separate Bridge ist nicht nötig. Der W17 verbindet sich direkt mit dem 2,4-GHz-WLAN. Danach stehen Prozentsteuerung, Timer, Szenen, Gruppen und ein Arbeitsprotokoll zur Verfügung. Alexa und Google Home werden offiziell unterstützt. Apple HomeKit gehört dagegen nicht zur Ausstattung.

Der größte Unterschied zum Vorgänger ist die Zugkraft. Der Sprung von 30 auf 45 Kilogramm erweitert den Einsatzbereich spürbar. Dazu kommen der niedrigere Ruhestrom und die flexiblere Eingangsspannung. Die maximale Rollladenfläche bleibt allerdings gleich. Das zeigt, dass nicht nur das Gewicht, sondern auch Material, Reibung und Zustand der Führungsschienen berücksichtigt werden müssen.

Dier Lieferumfang des Currysmarter Wifi-Gurtwickler umfasst:

Werkzeuge wie Schraubendreher, Schere, Cuttermesser, Handschuhe und ein Kunststoff-Montagekeil gehören nicht zum Lieferumfang. Gerade der Montagekeil ist praktisch, weil die Frontabdeckung mit Kunststoffclips befestigt wird. Mit einem Metallwerkzeug entstehen schnell Kratzer oder beschädigte Haltenasen.


Technischer Überblick

Im Inneren arbeitet ein 120-Watt-Antrieb mit 25 Nm Nenndrehmoment und 17 Umdrehungen pro Minute. Der Gurt wird über ein Zahnrad geführt und auf eine interne Rolle gewickelt. Eine mechanische Kupplungsentriegelung hilft beim Einsetzen und Spannen des Bandes. Currysmarter empfiehlt, den eingehängten Gurt vor dem Schließen der Abdeckung zwei bis drei Umdrehungen vorzuspannen.

Auf der Front sitzen die Tasten für Auf, Pause und Ab. Blau steht im Normalfall für Bereitschaft, Rot für einen laufenden Vorgang. Eine seitliche grüne Anzeige zeigt nach erfolgreicher Kalibrierung die ungefähre Position des Rollladens. Verschiedene Blinkmuster melden WLAN-Status, Kindersicherung, Überlastung oder einen ausgelösten Schutzmechanismus.

Nach vier Minuten Dauerbetrieb legt der Motor automatisch eine fünfminütige Pause ein. Das ist kein Fehler, sondern ein Wärmeschutz. Bei Überlastung wird die Sperre erst nach rund zehn Minuten aufgehoben. Diese Grenzen sind im Alltag kaum relevant, solange nur ein normal großes Fenster bewegt wird. Bei der Montage oder beim wiederholten Einstellen der Endlagen kann der Schutz jedoch anspringen.


Praxistest: Montage, Einrichtung und tägliche Nutzung

Screenshot

Vor dem Einbau steht die wichtigste Prüfung an: Passt der neue Gurtwickler wirklich in den vorhandenen Mauerkasten? Der W17 verlangt mindestens 13,8 Zentimeter Tiefe. Auch der Lochabstand von 165 oder 185 Millimetern und die Gurtbreite von 23 Millimetern müssen stimmen. Schmale 15-Millimeter-Gurte sind nicht vorgesehen. Wer diese drei Punkte vor der Bestellung kontrolliert, erspart sich viel Ärger.

Der eigentliche Austausch ist für geübte Heimwerker machbar, sollte aber nicht unterschätzt werden. Im alten Wickler steht die Feder unter Spannung. Handschuhe sind deshalb sinnvoll. Zuerst wird der Rollladen vollständig geschlossen, anschließend wird der alte Wickler vorsichtig geöffnet und entspannt. Der Gurt wird passend abgelängt, am Ende etwa drei Zentimeter umgeschlagen und mit einem kurzen Schlitz versehen. Genau hier lohnt sich sauberes Arbeiten. Ein schiefer oder ausgefranster Schnitt erschwert das Einhängen und kann später für unruhigen Lauf sorgen.

Beim W17 muss die Frontabdeckung gelöst werden, bevor der Gurt an der Rolle befestigt wird. Die Clips sitzen recht stramm. Mit einem flachen Kunststoffkeil geht das deutlich schonender als mit einem Schraubendreher. Danach wird die Kupplung entriegelt, die Rolle in die passende Stellung gedreht und der Gurt von oben in das Zahnrad eingelegt. Er darf nicht verdreht sein. Zwei bis drei manuelle Umdrehungen bringen die nötige Vorspannung.

Nach dem Einsetzen in den Mauerkasten und dem Anschluss an die Stromversorgung folgt die Kalibrierung. Solange keine Endlagen gespeichert sind, fährt der Rollladen nur, solange die jeweilige Taste gedrückt bleibt. Für die obere Grenze werden Auf und Pause fünf Sekunden gehalten. Danach lässt sich die gewünschte Position anfahren und mit Pause speichern. Unten funktioniert es entsprechend mit Ab und Pause. Ein Abstand von ein bis zwei Zentimetern zum mechanischen Anschlag ist ratsam. Das schont Gurt, Panzer und Motor.

Im täglichen Betrieb dürfte die höhere angegebene Zugkraft vor allem bei schwereren Rollläden nützlich sein. Ob der W17 dabei ruhiger oder schneller als die erste Generation läuft, ist ohne direkten Vergleich nicht belastbar zu sagen. Ein schwergängiger Rollladen sollte ohnehin nicht einfach mit mehr Motorkraft „repariert“ werden. Hakende Lamellen oder verschmutzte Führungsschienen gehören vorher in Ordnung gebracht. Die Hinderniserkennung ist ein Schutznetz, kein Ersatz für eine leichtgängige Mechanik.

Wer den Wickler direkt neben dem Bett einbauen möchte, sollte deshalb keine flüsterleise Fahrt voraussetzen. Der Gurtwickler ist durchaus hörbar, allerdings nicht allzu laut. Positiv ist, dass sich die Tastenbeleuchtung dauerhaft einschalten, dimmen oder ganz abschalten lässt. Auch die seitliche Prozentanzeige kann permanent leuchten oder sich nach fünf Sekunden ausschalten. Das ist gerade im Schlafzimmer praktisch.

Für die Bedienung am Gerät sind Auf, Stopp und Ab ohne App erreichbar. Nach der Kalibrierung lässt sich die Position außerdem manuell verändern. Die seitlichen LEDs helfen dabei, ohne auf das Smartphone zu schauen. Bei einem Hindernis soll der Antrieb stoppen und den Schutzmodus über eine blinkende Auf-Taste signalisieren. Ein Druck auf diese Taste setzt den normalen Betrieb wieder frei; andernfalls geschieht das laut Anleitung nach etwa einer Minute automatisch.

Im WLAN hängt die Zuverlässigkeit stark vom 2,4-GHz-Empfang am Einbauort ab. Ein Gurtkasten sitzt häufig in einer Wandnische und kann das Signal dämpfen. Vor der Montage lohnt sich daher ein kurzer WLAN-Test am Fenster. Die Anleitung verlangt sogar ein reines 2,4-GHz-Netz und warnt vor gemischten Netzen. In modernen Routern mit gemeinsamer SSID kann es deshalb nötig sein, für die Einrichtung kurz ein separates 2,4-GHz-Gastnetz anzulegen.

Unterm Strich ist die Montage kein Fünf-Minuten-Projekt. Wer sorgfältig arbeitet, erhält eine Nachrüstlösung, die ohne Einbau eines Rohrmotors auskommt. Nach Einbau und Kalibrierung sollte der technische Aufwand im Alltag gering sein. Dann genügt ein Tastendruck, ein Zeitplan oder ein Sprachbefehl. Einen eigenen Langzeittest zu Zuverlässigkeit, Geräusch und Haltbarkeit ersetzt diese Auswertung ausdrücklich nicht.

Smart-Life-App, Alexa, Google Home und HomeKit

Die Kopplung läuft über Smart Life beziehungsweise die Tuya-Plattform. Nach dem Einschalten befindet sich der Gurtwickler normalerweise im Verbindungsmodus. Falls er nicht gefunden wird, wird die Pause-Taste zehn Sekunden lang gehalten. Bluetooth am Smartphone hilft bei der automatischen Erkennung; die eigentliche Verbindung läuft anschließend über das 2,4-GHz-WLAN.

Die App schaltet ihre vollständigen Funktionen erst frei, wenn obere und untere Endlage gesetzt wurden. Danach stehen folgende Möglichkeiten bereit:

Alexa und Google Home werden offiziell unterstützt. Sprachbefehle können den Rollladen öffnen, schließen, anhalten oder auf einen Prozentwert setzen. Bei Google Home wird die Position technisch teilweise als „Helligkeit“ behandelt. Das klingt zunächst seltsam, ist bei Tuya-Rollladensteuerungen aber nicht ungewöhnlich.

Eine direkte HomeKit-Kopplung gibt es nicht. Der W17 besitzt weder ein Apple-HomeKit-Logo noch eine dokumentierte Matter-Funktion. In der Apple-Home-App lässt er sich daher nicht wie ein zertifiziertes Gerät hinzufügen. Bastellösungen über Homebridge oder Home Assistant können je nach Tuya-Integration möglich sein, sind aber nicht Bestandteil des Herstellersupports. Wer eine wartungsarme HomeKit-Lösung sucht, sollte diesen Punkt vor dem Kauf berücksichtigen.


Fazit: Currysmarter Wifi Gurtwickler 2.0 – Kräftig, praktisch, spezialisiert!

Der Currysmarter Wifi-Gurtwickler 2.0 ist eine interessante Nachrüstlösung für alle, die einen vorhandenen Rollladen smart machen möchten, ohne einen Rohrmotor einzubauen. Die zweite Generation bringt sinnvolle Verbesserungen. Besonders die auf 45 Kilogramm gestiegene Zugkraft, der geringere Standby-Verbrauch und die besser einstellbare Beleuchtung fallen positiv auf. Auch die neue Prozentanzeige am Gerät ist im Alltag nützlicher, als sie zunächst klingt.

Die Kernidee bleibt angenehm einfach: Der alte Unterputzwickler kommt heraus, der W17 übernimmt seinen Platz und verbindet sich direkt mit dem WLAN. Danach stehen lokale Bedienung, App, Zeitpläne sowie Alexa und Google Home zur Verfügung. Eine zusätzliche Bridge ist nicht nötig.

Ganz ohne Haken geht es nicht. Der Gurt muss 23 Millimeter breit sein, der Mauerkasten braucht viel Tiefe und die Montage verlangt sauberes Arbeiten. Das reine 2,4-GHz-WLAN kann bei der ersten Kopplung ebenfalls für Umwege sorgen. Apple-Nutzer müssen zudem auf native HomeKit- und Matter-Unterstützung verzichten.

Wer diese Voraussetzungen erfüllt und mit Smart Life bereits zufrieden ist, bekommt einen kräftigen und vielseitigen WLAN-Gurtwickler. Besitzer der ersten Generation profitieren vor allem bei schweren Rollläden und im Schlafzimmer von den Änderungen. Ein Austausch nur wegen einer neuen Versionsnummer lohnt sich kaum. Bei einem Neukauf ist der W17 der Serie W2.0 jedoch klar die interessantere Wahl.


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