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Ninja SLUSHi Twist im Test: Zwei Sorten, ein ziemlich guter Dreh

Die Ninja SLUSHi Twist bereitet zwei gefrorene Getränke gleichzeitig zu. Auf Wunsch landen beide als zweifarbiger Swirl im Glas. Im Test zeigt sich: Der eigentliche Star sind die getrennten Behälter.

Ninja Slushi Twist kaufen? Pro und Contra

  • Zwei Getränke gleichzeitig zubereiten
  • Alkoholische und alkoholfreie Rezepte bleiben sauber getrennt
  • Beide Sorten einzeln oder gemeinsam ausgeben
  • Schöne Twist-Optik mit zweifarbigen Getränken
  • Kein Eis und kein Vorfrieren erforderlich
  • Dual SlushAssist passt die Kühlung automatisch an
  • 14 Stufen für die gewünschte Konsistenz
  • Hinweise bei zu wenig Zucker oder zu viel Wasser
  • Praktischer Spülzyklus
  • Hoher Preis von 429,99 Euro
  • Mit gut 15 Kilogramm sehr schwer
  • Braucht dauerhaft viel Platz auf der Arbeitsfläche
  • Die Twist-Ausgabe erfordert etwas Übung
  • Kompressor und Rührwerke bleiben im Betrieb hörbar

Ninja Kitchen gehört zu SharkNinja. Der Hersteller ist vor allem durch Mixer, Heißluftfritteusen, Kaffeemaschinen und die Ninja-Creami-Reihe bekannt geworden. Die SLUSHi-Familie verfolgt ein anderes Konzept als ein klassischer Mixer: Eiswürfel werden nicht zerkleinert. Stattdessen kühlt die Maschine ein flüssiges Getränk herunter und rührt es so lange, bis eine gleichmäßige Slush-Konsistenz entsteht.

Die Ninja SLUSHi Twist ist eine Slush-Eismaschine mit integriertem Kompressor. Ein Gefrierschrank wird für die Zubereitung nicht benötigt. Auch Eiswürfel gehören nicht in die Behälter. Eingefüllt werden ausschließlich passende flüssige Mischungen.

Jeder der beiden transparenten Behälter nimmt bis zu 1.420 Milliliter Flüssigkeit auf. Damit stehen insgesamt 2,84 Liter nutzbare Füllmenge zur Verfügung. Ninja spricht von bis zu zehn Getränken mit jeweils rund 260 Millilitern. Wer große Cocktailgläser verwendet, bekommt entsprechend weniger Portionen heraus.

Trotz des Namens handelt es sich nicht um eine klassische Speiseeismaschine. Die Twist ist für Slushies, Frozen Cocktails, Frappés, Milchshakes und gefrorene Säfte gedacht. Kugelfestes Vanille- oder Schokoladeneis gehört nicht zu ihrem Einsatzgebiet.

Mit 30,3 Zentimetern Breite wirkt die Maschine zunächst gar nicht so ausladend. Die Tiefe von 44,4 Zentimetern und das Gewicht von 15,37 Kilogramm sollte man aber nicht unterschätzen. Für die SLUSHi Twist braucht es einen festen Platz. Regelmäßig aus einem Küchenschrank holen möchte man sie eher nicht.

Ninja hat uns für unseren Test ein Exemplar der Ninja Slushi Twist zur Verfügung gestellt [WERBUNG].

Ninja Slushi Twist Ninja Slushi Twist kaufen direkt beim Hersteller
Preis (UVP) 429,99€ UVP
App Keine
Maße 44,4 × 30,3 × 41,3 cm (L × B × H)
Gewicht 15,37 kg
Farbe Unter anderem Mokka, Grün und Violett; blaue Modellvariante separat erhältlich
Modellreihe FS702EU
Stellfläche Rund 30,3 × 44,4 cm
Maximale Füllmenge 2 × 1.420 ml
Größe Großes Arbeitsplatten-Gerät
Spülprogramm Ja
Konnektivität Keine
Vorfrieren erforderlich Nein
Eiswürfel erforderlich Nein
Maximale Alkoholstärke Bis zu 20 Volumenprozent in der fertigen Mischung
Manuelle Einstellungen 14 Konsistenz- beziehungsweise Temperaturstufen
Produkttyp Kompressor-Slushmaschine mit zwei Behältern
Gesamte nutzbare Füllmenge 2,84 Liter
Portionen Bis zu 10 × 260 ml
Zubereitungszeit Etwa 15 bis 60 Minuten
Kühlung Integrierter Kompressor
Leistung 500 Watt
Stromversorgung 220–240 Volt
Bedienung Tasten und LED-Anzeige
Automatik Dual SlushAssist

Unboxing: Ausgepackt und ausprobiert

Schon der Karton macht klar, dass die Ninja SLUSHi Twist kein kleines Küchengadget ist. Das Gerät kommt weitgehend zusammengesetzt an. Vor der ersten Verwendung sollten die abnehmbaren Teile trotzdem gründlich gespült werden.

Wie von Ninja bereits gewohnt, erhält man hier leider auch wieder die übliche Aufkleber-Flut auf dem Gerät.

Zum Lieferumfang gehören:

Die unterschiedlichen Ausgießer sind wichtiger, als sie beim Auspacken wirken. Die geraden Varianten eignen sich für zwei getrennte Getränke. Mit den abgeschrägten Ausgießern treffen beide Sorten mittig über dem Glas zusammen. Genau dafür wird die drehbare Tropfschale benötigt.


Technischer Überblick

Im Inneren nutzt die Ninja SLUSHi Twist zwei gekühlte Zylinder. Um jeden Zylinder läuft eine Kunststoffschnecke. Sie hält das Getränk in Bewegung und streift die gefrierende Schicht ständig von der kalten Oberfläche ab. Dadurch entsteht eine feine, weiche Konsistenz. Scharfe Klingen gibt es nicht.

Beide Seiten lassen sich unabhängig betreiben. Die Dual-SlushAssist-Technik erkennt anhand des Temperaturverlaufs, wie sich die eingefüllten Mischungen beim Kühlen verhalten. Anschließend regelt die Maschine beide Behälter getrennt. Das ist wichtig, weil Fruchtsaft, Milchkaffee und alkoholhaltige Cocktails unterschiedliche Gefrierpunkte besitzen.

Die Bezeichnung „Smart“ kann an dieser Stelle etwas verwirren. Die Automatik arbeitet vollständig im Gerät. Sie bedeutet nicht, dass die SLUSHi Twist mit dem WLAN verbunden wird.

Auf fest benannte Programme für Slush, Frappé oder Cocktail verzichtet dieses Modell. Stattdessen übernimmt SlushAssist die Grundeinstellung. Über zwei Tasten lässt sich das Resultat anschließend dünnflüssiger oder fester einstellen. Insgesamt stehen dafür 14 Stufen zur Verfügung.


Ninja SLUSHi Twist im Praxistest

Aufbau und erster Durchgang

Nach dem Reinigen werden Behälter, Rührschnecken und Ausgießer eingesetzt. Die Bauteile rasten nachvollziehbar ein. Trotzdem lohnt sich beim ersten Aufbau ein Blick in die Kurzanleitung. Vor allem die verschiedenen Ausgießer und Tropfschalen lassen sich anfangs leicht verwechseln.

Für den ersten Durchgang bieten sich zwei einfache Säfte mit deutlich unterschiedlichen Farben an. So lässt sich die Twist-Funktion ausprobieren, ohne teure Cocktailzutaten zu verbrauchen. Beide Flüssigkeiten werden eingefüllt, die Deckel geschlossen und Dual SlushAssist gestartet.

Die Maschine prüft zunächst beide Seiten. Anschließend beginnt sie mit der eigentlichen Kühlung. Die Rührschnecken laufen dabei kontinuierlich. Durch die transparenten Behälter kann man gut verfolgen, wie aus dem Getränk langsam Slush wird.

Kalte Säfte können schon nach etwa 20 Minuten fertig sein. Milchhaltige Rezepte, größere Mengen und Cocktails brauchen meist etwas länger. Ninja nennt abhängig von Füllmenge, Zutaten und Ausgangstemperatur eine Spanne von 15 bis 60 Minuten. Getränke direkt aus dem Kühlschrank verkürzen die Wartezeit deutlich.

Zwei Getränke gleichzeitig sind der größte Vorteil

Besonders gut gefällt uns die Möglichkeit, zwei komplett unterschiedliche Getränke zur gleichen Zeit zuzubereiten. Genau hier bietet die Twist einen echten Mehrwert gegenüber einer normalen Slushmaschine.

Bei einer Familienfeier kann links eine Frozen Margarita für die Erwachsenen laufen. Rechts entsteht währenddessen ein Frucht-Slush ohne Alkohol. Auch Milchprodukte und pflanzliche Alternativen lassen sich getrennt halten. Das ist im Alltag oft hilfreicher als der auffällige zweifarbige Swirl.

Beide Behälter müssen nicht gleichzeitig fertig werden. Die Maschine behandelt sie getrennt und meldet den jeweiligen Status. So kann ein einfacher Saft bereits servierbereit sein, während ein stärkerer Cocktail noch einige Minuten benötigt.

Ein kleiner Haken bleibt: Die Füllmenge einer einzelnen Sorte ist auf 1,42 Liter begrenzt. Wer ausschließlich einen einzigen Drink für eine große Gruppe zubereiten möchte, bekommt bei anderen SLUSHi-Modellen mehr Platz in einem durchgehenden Behälter. Die Twist spielt ihre Stärke erst aus, wenn tatsächlich zwei Sorten gefragt sind.

Die Twist-Funktion macht Spaß, braucht aber Übung

Für einen kombinierten Drink werden die abgeschrägten Ausgießer montiert. Das Glas steht auf dem Drehteller unter beiden Ausläufen. Anschließend zieht man beide Hebel nach unten und dreht den Teller von Hand.

Der Twist entsteht also nicht vollautomatisch. Die Geschwindigkeit des Drehens entscheidet mit darüber, wie das Muster im Glas aussieht. Bei den ersten Versuchen landen die beiden Sorten eher nebeneinander oder in groben Schichten. Nach einigen Gläsern gelingt der Swirl besser.

Ganz so sauber wie auf professionellen Produktbildern sieht das Ergebnis nicht immer aus. Sind beide Getränke unterschiedlich fest, fließt eine Seite schneller als die andere. Über die Temperaturtasten lässt sich die Konsistenz angleichen. Das kostet ein paar Minuten, verbessert aber die Optik.

Am besten funktioniert der Effekt mit kräftigen Kontrastfarben. Orange und Rot, Cola und Zitrone oder Kaffee und Vanille sehen im Glas gut aus. Die Farben beginnen nach einiger Zeit ineinanderzulaufen. Der Twist sollte deshalb direkt serviert werden.

Auch geschmacklich macht das Mischen Spaß. Zwei Sorten können als Hälfte-und-Hälfte-Kombination ausgegeben werden. Alternativ zapft man erst eine Sorte und ergänzt danach die zweite als Schicht. Die wechselbaren Ausgießer machen aus der Maschine damit mehr als einen reinen Doppelspender.

Konsistenz, Zucker und Alkohol

Die Slush-Konsistenz fällt fein und gleichmäßig aus. Da keine Eiswürfel in das Getränk kommen, wird der Geschmack nicht durch schmelzendes Wasser verdünnt. Das ist bei Fruchtsäften angenehm und bei Cocktails noch wichtiger.

Ganz beliebige Flüssigkeiten funktionieren trotzdem nicht. Eine Slushmaschine braucht ein passendes Verhältnis aus Wasser, Zucker und gegebenenfalls Alkohol. Reine Zero-Getränke können ohne geeignete Zuckeralternative zu stark gefrieren. Zu viel Zucker oder Alkohol verhindert dagegen, dass die Mischung fest wird.

Die SLUSHi Twist weist über ihre LED-Anzeige darauf hin, wenn Wasser oder Zucker ergänzt werden muss. Das hilft bei eigenen Rezepten. Für die ersten Versuche würden wir dennoch mit den vorgeschlagenen Mischverhältnissen beginnen. Danach kann man sich schrittweise an eigene Varianten herantasten.

Frozen Cocktails dürfen in der fertigen Mischung bis zu 20 Volumenprozent Alkohol enthalten. Gemeint ist nicht der Alkoholgehalt der verwendeten Spirituose, sondern der Wert des fertig gemischten Getränks. Tequila oder Rum müssen daher weiterhin mit Saft, Sirup oder Wasser verdünnt werden.

Lautstärke und Dauerbetrieb

Leise ist die Ninja SLUSHi Twist nicht. Der Kompressor und beide Rührwerke erzeugen ein gleichmäßiges Brummen. Das Geräusch ist weit weniger aggressiv als ein Mixer, der Eiswürfel zerschlägt. Es bleibt dafür während der gesamten Zubereitung hörbar.

In einer geschlossenen Küche stört das kaum. In einer offenen Wohnküche nimmt man die Maschine deutlich wahr, vor allem wenn sie Getränke über mehrere Stunden kalt hält. Für eine Party ist das in Ordnung. Für einen ruhigen Filmabend direkt neben dem Sofa wäre ein anderer Standort besser.

Reinigung nach dem Slush

Der eingebaute Spülzyklus löst einen großen Teil der Reste. Dazu wird warmes Wasser eingefüllt und ohne Kühlung umgewälzt. Beim Ablassen sollte ein ausreichend großes Gefäß unter den Ausgießern stehen. Das Wasser kommt überraschend schnell heraus.

Der Spülgang ist ideal, wenn zwischen zwei Rezepten gewechselt wird. Eine gründliche Reinigung ersetzt er nicht. Zuckerhaltige Getränke hinterlassen klebrige Stellen, und nach Milchshakes oder Frappés sollten Ausgießer, Dichtungen und Rührschnecken sorgfältig kontrolliert werden.

Die abnehmbaren Zubehörteile sind für die Spülmaschine geeignet. Auf einen heißen Trockengang sollte laut Sicherheitshinweisen verzichtet werden. Wegen der zwei Behälter, zwei Schnecken und mehreren Ausgießern kommt trotzdem einiges zusammen. Das ist der Preis für die doppelte Getränkefunktion.


Fazit: Ninja Slushi Twist – Doppelt. Eisig. Unterhaltsam!

Die Ninja SLUSHi Twist ist teuer, groß und schwer. Für ein Gerät, das bei vielen Haushalten vor allem im Sommer oder auf Partys läuft, sind 429,99 Euro eine Ansage. Auch auf der Arbeitsplatte verlangt die Maschine dauerhaft ihren Platz.

Dafür löst sie ein echtes Problem. Zwei Getränke können gleichzeitig zubereitet werden, ohne dass zwischendurch Behälter gereinigt oder neue Durchgänge gestartet werden müssen. Die Kombination aus Cocktail für Erwachsene und alkoholfreiem Slush für Kinder ist dabei nur ein Beispiel. Zwei Geschmacksrichtungen, unterschiedliche Milchsorten oder eine süße und eine weniger süße Variante funktionieren genauso gut. Perfekt also für einen Sommertag mit mehreren Familien. So kommt jeder auf seine Kosten.

Die Twist-Ausgabe ist ein toller Hingucker. Sie macht Gästen Spaß und lädt zum Ausprobieren ein. Der perfekte zweifarbige Wirbel gelingt allerdings nicht beim ersten Glas. Konsistenz, Ausgabegeschwindigkeit und das manuelle Drehen müssen zusammenpassen.

Technisch hinterlässt die Maschine einen guten Eindruck. Dual SlushAssist nimmt viele Einstellungen ab, die 14 Stufen lassen genug Spielraum und die Ergebnisse werden angenehm fein. Eiswürfel oder ein Vorfrieren sind nicht nötig. Lediglich die Regeln für Zucker und Alkohol sollte man ernst nehmen.

Wer nur gelegentlich einen einzigen Slush zubereitet, ist mit einem günstigeren und schmaleren Modell besser bedient. Für Familien, Cocktailfans und regelmäßige Gastgeber ist die Ninja SLUSHi Twist dagegen eine der spannendsten Slush-Eismaschinen. Nicht allein wegen des Swirls, sondern vor allem wegen der beiden wirklich unabhängigen Behälter.


Hier geht es direkt zur Ninja Slushi Twist bei Ninja
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